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21.05.2007

Jung und Alt säuberten gemeinsam den Wald und diskutierten im Ortsbeirat

Bauerbach. Der Schüt­zenverein Bauerbach möchte in Eigenleistung Schießstände im Bürger­haus bauen. Der Ortsbei­rat gab dafür grünes Licht.


 von Anna Ntemiris

 „Kinder an die Macht" forderte Herbert Grönemeyer in einem Lied. Dieses kam Bauerbachs Ortsvorsteher Walter Matt in den Sinn, als er in der jüngsten Ortsbeiratssitzung zahlreichen Mädchen und Jungen das Rede­recht gab. Diese berichteten über die Ergebnisse der Früh­jahrsputzaktion im Wald.
Mehr als 30 Bauerbacher -die Hälfte waren Kinder - hat­ten sich am Samstagmorgen im Wald getroffen, um Müll aufzu­sammeln.
Die neunjährige Louise be­richtete zum Beispiel: „Wir ha­ben weniger Müll gefunden als im vergangenen Jahr, aber dafür größere Sachen, wie zum Beispiel einen Teppich und Ei­sen. Das ist für die Tiere nicht so schön."
Walter Matt kündigte an: „Ich werde die Leute, die ihren Müll in den Wald werfen, anzeigen". Im Straßengraben zwischen Bauerbach und Schröck fanden erwachsene Müllsammler so­gar ein ausgeschlachtetes Auto. „Der Fahrer hat aber auch das Autokennzeichen hinterlassen, sodass wir den Besitzer ermit­teln können."
Auch das Thema Kinderspiel­plätze interessierte die jungen und älteren Besucher des Bau­erbacher Ortsbeirates.
Es habe Hinweise von Eltern gegeben, dass einige Spielplät­ze Mängel hätten. Er sei den Hinweisen nachgegangen und habe festgestellt: „Die Plätze sind bis auf den Spielplatz Am Wäldchen verkehrssicher." Am Waldchen soll es demnächst ei­nen Ortstermin geben.
Dass einige Spielplätze nicht attraktiv genug seien, sei ein anderes Thema. Es sei Sache der Eltern, sich ehrenamtlich für eine bessere Gestaltung der Spielplätze zu engagieren, meinte Matt.
Mehrere Ortsbeiratsmitglie­der kritisierten in diesem Zu- sammenhang, dass viele Hun­debesitzer die Spielplätze als Hundeklos missbrauchen. „Auch diese Menschen müssen angezeigt werden", so Matt.
Einstimmig bei einer Enthal­tung von Beate Ab6 sprach sich der Ortsbeirat dafür aus, dass der Schützenverein im Bürger­haus neue Schießstände errich­ten kann, um wettkampffähig zu bleiben.
Der Schützenverein möchte in Eigenleistung die Stände bauen. Dazu wird eine der bei­den Kegelbahnen abgebaut und eine Stellwand errichtet, die die Bahn von den Schießstän­den trennt. Der Verein möchte auch die Kosten in Höhe von 10 000 Euro übernehmen, sagte der Vorsit­zende des Schützenvereins Manfred Preis. Daher werde die Stadt Marburg das Vorha­ben wohl unterstützen, sagte Matt. Schließlich kämen auf die Stadt keine Kosten zu.