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Die Pfarrer seit 1652—1803

Als 1608 der lutherische Pfarrer Staudt ßauerbach verließ, machte der Amöne-burger Bürger Johannes Scherer ein Bittgesuch an den Erzbischof, seinen John Johannes für ein Beneficium (Pfarrei mit Einkünften) vorzusehen. Derselbe habe bei den Jesuitis zu Mainz studiert, ein fleißiges Studium geführt und ein züchtiges Wesen gezeigt. Er, der Vater, sei ein armer Mann und habe erfahren, daß die beiden Pfarreien Schricka und Baverbach mit einem katholischen Priester versehen werden sollten. Der Sohn sei im Cursus philosophicus versiert (bewandert) und habe den Cursus logicus absolviert. Er bittet nun, daß der Sohn den zwei vacierenden (erledigten) Pfarreien präsentieret, dazu proclamieret und investieret werde. Die Pfarrei möge derweilen durch einen Stiftsgeistlichen versehen werden, bis der Sohn sacris ordinibus initiiret und dazu habilis werde (die Weihen empfangen habe). Diese Bittschrift zeigt so recht die ganze Verwilderung der deutschen Sprache jener Zeit, die der folgende Krieg noch verschlimmerte.

  1. Johannes Scherer wurde im Herbst 1608 durch den Amtmann zu Amöneburg in sein Amt eingeführt. Wahrscheinlich ist er bis zu seinem Lebensende hier geblieben. In den Stürmen des langen Krieges hat er wohl keinen Nochfolger bekommen, denn Kaspar Preis berichtet uns, daß im ganzen Amte nur noch ein Priester gewesen sei und das war Andreas Herbst, der bei der Zerstörung der Stadt 1646 oben blieb. 1650 nahm er, schon altersschwach geworden, noch am Generalkapitel teil und starb 1653.
  2. Erst nach der Firmreise des Erfurter Weihbischofs Berthold Nyhusius (Neuhaus), als wieder Kirchenbücher geführt werden mußten, erfahren wir den Namen des damaligen Bauerbacher Pfarrers, Jodocus Henrich Hirsch (1656). Er begann im Februar 1656 die Kirchenbücher. Bis 1671 kommt er in denselben vor, auch in Schröck. Die Amöneburger Stiftsgeistlichen wechselten ihre Pfarrei oft. Erst seit 1700 behielten sie diese durch mehrere Jahre. Ginseldorf hat auch nach seinem Anschluß an Bauerbach seine alte Selbständigkeit nicht ganz verloren, Aus den Kirchenbüchern sehen wir recht oft, daß Ginseldorf von einem ändern Pfarrer von Amöneburg her versorgt wurde als das Pfarrdorf.
  3.  AdamBanheimer (Bann-) (1663). Wie fast alle Amöneburger Kanoniker, war er Schüler des Mainzer Seminars, 1661 wurde er Kanoniker und 1670 Dechant und als Kommissar Nachfolger Weisenritters. Der Graf v. Solms belehnte ihn mit dem Klein-Roßdorfer Zehnten. In Bauerbach war er nur 1663/64 als Seelsorger tätig. In Ginseldorf amtierte zeitweilig auch Weisenritter, Banheimer starb 1709.
  4. Christian Weinrich (1663). Joh. Joseph Weinrich, der letzte Dechant und Kommissar, der rund 100 Jahre später lebte, war vielleicht aus der Sippe des Pfarrers Christian W. Er und Theodor Georg Leichtemacher amtierten 1663—1665 in den drei Dörfern, die damals eine Pfarrei bildeten.
  5. Kaspar Volmann. 1665 war er Pfarrer zu Mardorf und in den beiden ioiqcnden Jahren in (jinseUioi i.
  6. ErnstGleichmann. In Schröck 1663 und 1667—1670, in Ginseldorf 1663 und in Bauerbach 1668 belegt. 1674 war er in Niederklein und Rüdigheim und darauf in Stausebach.
  7. Henrich Brothuhn (Brodhun). Aus Weißenborn/Eichsfeld stammend, war er als Vikar von St. Dorothea auf Amöneburg. 1670—1673 war er in Schröck, Bauerbach und Ginseldorf. In dieser Zeit amtierte hier auch Peter Edler (Edeler), der kein Kanonikus war. Brothuhn ist 1710 in Neustadt gestorben und in der Kirche bestattet.
  8. Joh. Philipp Kaul (1672/79). Aus Amöneburg gebürtig, wo Hensel Kaul 1651 Bürgermeister war. In Bauerbach 1672 und dann von 1679—1682. In Ginseldorf nur 1673. In den Kirchenbüchern ist nur das Taufregister lückenlos geführt, alle anderen Eintragungen sind 30 Jahre lang sehr mangelhaft. Erst von 1688 kann man von einer Vollständigkeit sprechen, 1670 finden wir in Schröck und Ginseldorf auch Heinrich Hunger.
    Auf Amöneburg war ein gebürtiger Bauerbacher, Johann Hoffmann, Kanonikus. 1694 war er Pate bei dem Söhnchen seiner Verwandten, dem Ehepaar Heinrich Hoffmann und Frau Margarethe. Hoffmann war 1674 Pfarrer in Mardorf, Roßdorf und Erfurtshausen (gest, 1708). Für den Bonifatiusaltar auf Amöneburg stiftete er die Zinsen von 2000 Gulden und für einen in Mainz studierenden Verwandten, wohl sein Neffe Ludwig Hoffmann aus Bauerbach, ein Stipendium. Ludwig war 1708 Baptizans bei dem Söhnchen des Kaspar Nau, Sohn des Schöffen Nau, und 1714—1728 hiesiger Pfarrer.
  9. Joh. Peter Simmersbach (1688). Sein Vater war Schultheiß und Stiftssyndicus (Rechtsvertreter, Bevollmächtigter). Joh. Peter Simmersbach war 1688—1708 in Bauerbach und Ginseldorf, 1700 auch in Schröck. 1701 war in Ginseldorf Pfarrer Henrich Montag aus Ruhlkirchen. Simmersbach ist 1710 in Neustadt gestorben, im selben Jahr wie Brothuhn.
  10. Andreas Demper (1709). 1656 lebte ein Cuntz Demper in Stausebach. 1758 war Konrad Demper Lehrer in Niederklein. Von 1709—1714 war Andreas Demper in Bauerbach und Ginseldorf. Zuletzt war er Frühmesser (Kaplan) in Mardorf, gestorben 1714,
  11. Ludwig Hoffmann (1714), von dem wir schon unter Nr. 8, Kaul, hörten. Damals, entgegen der heutigen Sitte, war es nicht selten, daß ein Kind des Dorfes in seinem Dorf auch Pfarrer wurde. In Mardorf finden wir nach 1700 solches fünfmal. Fast kann man es eine Regel nennen, daß der Pfarrer aus der schlecht dotierten Pfarrei Bauerbach in die bessere nach Neustadt gingen. So auch Ludwig Hoffmann. Er starb dort 1734.
  12. Franz Henzerling (1728—1739). Vermutlich aus Amöneburg. Zuerst Pfarrer in Rockenberg, 1720 in Schröck, 1728—1739 in Bauerbach und Ginseldorf. 1730 hat er eine Volksmission abhalten lassen, denn die Kirchenrechnungen erwähnen die „Herren Patres" (siehe auch 1742). Missionen der letzten hundert Jahre waren 1853, 1901, 1911, 1923, 1934 und 1949. (Wahrscheinlich auch zwischen 1853 und 1901). Henzerling ließ 1737 in Braunfels die Lehnsbriefe über den Klein-Roßdorfer Zehnten (wüst seit 1494) vom Grafen v. Solms erneuern, den der Bauerbacher Pfarrer seit 1664 inne hatte. Er erwarb ein Viertel des Ginseldorfer Zehnten und vermachte bei seinem Tode 'At seines Vermögens der „Kirchenfabrik" (Kirchenbau-kasse) zu Amöneburg. Daher stcimmen die Abgaben Bauerbacher Höfe an die Kirchenfabrik, bis 1840.
  13. Johann Schick (1739—1774). Er stammte aus dem „Schickdorf" Mardorf, das sich im 18. und 19. Jahrhundert durch seine zahlreichen Priesterberufe um die Kirche verdient machte. Von Schick an haben wir fast 80 Jahre hindurch Märdorfer Söhne als Pfarrer gehabt. Vikar Andreas Schick und Heinrich Schick, Pfarrer zu Ruhlkirchen, waren seine Brüder, Dechant und Kommissar Heinrich Lotz war der Onkel. 35 Jahre, von 1739—1774 war er in Bauerbach, wo er starb. Im Gedenken an seine Mardorfer Jugendzeit, während der man dort 1712 die vier Bildstöcke errichtete, hat er als Pfarrer 1742 die Bauerbacher und 1750 die Ginseldorfer Bildstöcke an den damaligen Ortsausgängen errichten lassen. Seine vielen Vertreter lassen darauf schließen, daß er oft krank oder abwesend war. Sein Bruder Andreas, war 1750 in Schröck, Vertreter Johanns waren Peter Weber, Pater Anseimus, Matheus Scherer, Pfarrer in Anzefahr, Audretsch aus Mardorf, die Franziskaner Thuribius und Amabilis, Pater Telesphorus, Kaplan Braun, Anzefahr, Callistus aus Fritzlar und Sauer und Habermann aus Anzefahr.
  14. Johann Heinrich Rhiel (auch Riehl) (1774). Der 1751 gestorbene Johann Rhiel, Kanonikus, war sein Onkel. Der Mardorfer Joh. Heinrich Rhiel, Dechant und Kommissar starb 1788. Unser Pfarrer Rhiel wird auch aus Mardorf sein. Er war in Bauerbach und Ginseldorf von 1774—1786. Er war oft vertreten durch den Kapuziner Philippo Maria Wickerth und Pater Anseimus. Rhiel muß 1797 gestorben sein.
  15. Joh. Heinrich Dörr (1786). Als Neffe des eben genannten Kommissars Rhiel stammte er aus Mardorf. Er war erst Sacellanus in Amorbach/Odenwald, 1792 Pfarrer in Schröck und 1796—1816 in Bauerbach und Ginseldorf. Als der französische General Hoche aus dem Städtchen Amöneburg Kriegssteuern erpreßte, mußte sich die Stadt bei Kanonikus Dörr fast 900 Gulden leihen.

Mit Dörr endete die Kurmainzer Zeit. Die Folgen der französischen Revolution (Beginn 1789) gingen durch ganz Europa. Bis in die jedes Dörfchen waren sie fühlbar. Die deutschen Fürsten, die um ihre Throne bangten, führten die sogen. Koalitionskriege gegen das revolutionäre Frankreich und verloren sie. Im Frieden zu Luneville 1802 nahm Frankreich das linke Rheinland. Die Fürsten, die dadurch Land verloren, hielten sich an der Kirche schadlos und lösten die geistlichen Fürstentümer Köln, Mainz und Trier auf. Was sie dadurch gewannen, war das Vierfache des Verlustes. Unsere Mainzer Orte kamen an Hessen-Kassel. Die Amöneburger Stiftsherrn (Kanoniker) erhielten aus den Erträgnissen der Kirchengüter eine lebenslange Rente, die allerdings oft jahrelang nicht gezahlt wurde. Der Kommissar Wein-rich erhielt jährlich 950 fl, der Pfarrer Dörr 720 fl. Dieser starb 1818 in Mardorf, seinem Heimatdorf. Nach Dörr war Pfarrverweser Kahlmeier hier, der um 1838 in Allendorf starb. Kaplan Sebastian Weigand und Pfarrer Peter Rhiel aus Erfurtshausen waren auch zeitweise hier. Rhiel war kränklich und hatte einen Kaplan.

Napoleons erstrebte Europaherrschaft hat dann vollends alle Zustände erschüttert. Theodor v. Dalberg, der letzte Erzbischof von Mainz, spielte als Primas des Rheinbundes von Napoleons Gnaden keine rühmliche Rolle. Auch sein Kurfürstentum fiel an weltliche Mächte. 1815 teilte der Wiener Kongreß das Stift Fulda auf. Der Landgraf, 1803 Kurfürst geworden, wollte 1813 für seine neu gewonnenen Katholiken ein Bistum Fritzlar gründen. Dann kamen aber die alten kurmainzischen Gebiete Oberhessens 1821 durch die päpstliche Bulla „De salute animarum" an Fulda, das schon seit 1752 einen Bischofsstuhl hatte. Das Mainzer Gesangbuch hat der beharrliche Oberhesse aber noch lange, über 16 Jahre, beibehalten. Pfarrer Ferrari führte dann das Fuldaer Buch ein. Im neuen Fuldaer Gesangbuch von 1950 ist die fast tausendjährige Mainzer Zeit kaum beachtet worden, doch werden heute in un-sern Kirchen immer noch alte Mainzer Lieder gesungen. — Mit der Einteilung an Fulda hatten wir aber noch keinen Bischof, denn der Fukler Stuhl stand verwaist. Zu den 50 Pfarreien des kleinen Bistums kamen nun die 20 kurmainzischen, darunter auch Bauerbach-Ginseldorf. Der erste Bischof wurde der Kasseler Stadtpfarrer Johann Adam Rieger, geb. 1753 zu Orb, der bis 1803 Kanonikus auf Amöneburg war, 1828 Bischof wurde und 1831 starb. Die große Zeit der adligen Kirchenfürsten war vorbei. Nach v. Dalberg wurde Joseph Ludwig Colmar aus Straßburg Mainzer Bischof. In dieser Zeit, als wir zwischen zwei Bistümern pendelten, wollte man die drei kurmainzischen Dörfer am Lahnberg Schröck, Bauerbach, Ginseldorf zu einer Pfarrei mit dem Sitz in Bauerbach und einer Kaplanei zusammenlegen, Man fußte wohl auf einem Seelenveizeichnis von 1665, als alle drei Dörfer unter Weinrich und Leuchtemacher zusammengefaßt waren. Das stieß in Schröck auf schärfste Ablehnung, da dieses 500 Seelen zählte gegen 205 in Ginseldorf und nur 190 in Bauerbach. Versuche des Kommissarius und des Amtmanns Happel zu Amöneburg blieben erfolglos, so daß die Regierung den Plan fallen ließ.

Im Bistum Fulda blieb der Dekanat Amöneburg bestehen, dem wir nunmehr, ob mainzisch, hessisch oder fuldisch, seit mehr als 1200 Jahren angehören. Und doch wäre es das Gegebene gewesen, als im Frühjahr 1956 der Dekanat Marburg neu errichtet wurde, die Pfarrei Bauerbach diesem anzuschließen. Seit 1939 war die Zahl der Seelen im Dekanat Marburg von 16000 auf über 50000 und die Zahl der Geistlichen von 21 auf 48 gestiegen, so daß der neue Dekanat errichtet werden mußte. Aber das Mittelalter ist vorbei, die Tracht der katholischen Dörfer liegt unwiderruflich im Sterben, die alten Verbindungen sind erloschen und wir sind geographisch und wirtschaftlich, schulisch, postalisch, Verkehrs- und verwaltungsmäßig an Marburg angeschlossen und seinem Räume eingegliedert. Zudem haben wir auch historische Verknüpfungen, die mehr als 700 Jahre zurückreichen. Schon die Berichte über St. Elisabeth (siehe daselbst!) reichen in unser Dorf hinein und schon bald darauf, also noch in alt-katholischer Zeit, sind der Landgraf und das Deutsche Haus zu Marburg die Patronatsherren beider Kirchen zu Bauerbach und zu Ginseldorf. Zwischen 1700 und 1800 war das Deutsche Haus besonders enge mit der Kirche zu Bauerbach verbunden, viele seiner Mitglieder liegen hier bestattet. 1835 schreibt Pfarrer Ferrari, daß die Stadt allen Handwerkern und Arbeitern beider Orte ein sicheres Brot biete, was bis heute so geblieben ist. Kurz, nach Marburg weist sehr vieles hin. Nach Amöneburg nur recht wenig. Allerdings von der Stiftsschule St. Johann abgesehen. Sie ist die gegebene Bildungsstätte für unsere Jungen, die eine höhere Schule besuchen wollen

Im Bistum Fulda seit 1817

  1. Pater Titus Schmitz, mit bürgerlichem Namen Johann Heinrich. Er war Mi-norit aus dem Franziskancrkloster Fritzlar, deren Patres seit 1750 hier keine Fremdlinge mehr waren. Schmitz stammte aus Loeken bei Heinsberg im Jülicher Land, wo er 1761 geboren war. Ehe er 1817 noch hier kam, war er mehrere Jahre in Schröck. Zuerst wohnte er fünf Jahre in einem Bauernhause zu Ginseldorf, bis hier 1822 das Pfarrhaus auf dem Loh gebaut wurde. 1831, im Alter von 70 Jahren, erhielt er aus der Staatskasse 300 0, um einen Kaplan halten zu können. Dann war Stadtkaplan Faber hier, doch starb Schmitz schon am 2. Oktober des Jahres. Im folgenden Jahre war Pfarrverweser Rhiel hier.
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  2. Heinrich Wienand Ferrari (1834—1852). Der Fritzlarer Kommissar Ferrari war sein Onkel, der 1811 als „commissaire ecclesiastic et eure de Fritzlar" genannt wird. Seine Eltern waren der Kaufmann Franz Ferrari und Frau Elisabeth Brotsmann. Von Großauheim kam er nach Bauerbach. Zweifellos ist er die markanteste Persönlichkeit unter den Pfarrern des vorigen Jahrhunderts. Sein Vorgänger hatte es nicht verstanden, Mißstände zu bereinigen, eher noch neue einreißen lassen. Und solche waren schon vorhanden. Turbulente Zeiten waren es von 1789 bis 1821 gewesen. Unruhe und Kampf an allen Enden, Ferrari kämpfte, mit scharfem Wort und spitzer Feder mit allen Behörden, den geistlichen zu Fulda und den weltlichen zu Marburg. Er erreichte viel, wenn auch nicht alles. 1852 starb er, erst 50 Jahre alt, im selben Jahre, in dem der von ihm berufene Lehrer Ludwig Wehner starb. Pfarr-vorweser bis zur Neubesetzung war Kaplan Reinhardt.
  3. Valentin Müller (1852—1870). Geboren 1809 zu Fulda, Sohn des Franz Müller und Frau Brnedikta, geb. Gärtner. Der Dechant auf Amöneburg, Philipp Müller war sein Bruder, Valentin war von 1852 bis 1870 in Bauerbach, wo er, 61 Jahre all, gestorben ist.
  4. Johann Bodenbenner (1870—1890). Geb. 1811 zu Schröck, geweiht August 1840. War Onkel der Brüder Konrad Bodenbenner in Stauze Hof und des Joseph Bodenbenner in Schülers. War vorher Pfarrer zu Allendorf. Im letzten Lebensjahre hatte er Kaplan Bermoser als Kooperator (Mithelfer). Er starb in Bauerbach, drei Monate bevor er sein Goldenes Priesterjubiläum hätte feiern können, im 80. Lebensjahre. Seine Amtszeit war beschattet von dem unseligen Bismarck'schen Kulturkampfe. (1)
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  5. Joh. Klemens Kramm (1890—1893). Geboren 1845 in Horas b, Fulda, Sohn des Schneidermeisters Eustach Kramm und Frau Maria Kathr. Schneider. Vorher in Uttrichshausen, kam er 1890 nach hier. Hier wurde er Mitbegründer der Raiffeisenkasse. Er war erst 48 Jahre alt, als er im Priesterkurhaus zu Wörishofen starb, vom Prälaten Sebastian Kneipp selbst mit den Sakramenten versehen. Er wurde in Bauerbach bei seinen beiden Vorgängern auf dem alten Friedhof neben der Kirche bestattet.
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  6. Eduard Weigand (1893—1906). Geboren 1857 zu Altenmittlau im Freigericht war er gleichaltrig mit Lehrer Anton Nau. 1893—1906 war er in Bauerbach und ging nach Wirtheim, Kr. Geinhausen, wo er schon 1914 im Alter von 57 Jahren starb.
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  7. Franz Raabe (1906—1919). Geboren 1869 zu Nordhausen, studierte in Münster und Paderborn. Geweiht 1892 zu Fulda. Kaplan in Mardorf, Kuratus in Homberg/Efze, Pfarrer in Ungedanken, 1906—1919 in Bauerbach, dann in Roßdorf und Erfurtshausen. Von 1936—1952 im Ruhestand in Mardorf, wo er 1952 starb, 83 Jahre alt.
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  8. Wilhelm van Moll (1919—1932). Geboren 1877 zu Mardorf, aus „Bar-tels". Geweiht 1902 zu Fulda. In Bauerbach von 1919—1932. Ging dann nach Maber-zell, wo er 1938 im Alter von 61 Jahren starb. Schon 1930, als er erkrankt war, mußte ihn Dr. G. Nüdling, der kurz vorher geweiht war, für einige Wochen vertreten. —- Die letzten fünf Jahre fuhr Pfr. van Moll einen Wagen. Vorher mußte er, wie alle seine Vorgänger, den Weg nach Ginseldorf werktags zu Fuß machen. Am Sonntag wurde er im „Chaischen" von den Pferdehaltern, die diesen Dienst reihum versahen, gefahren.
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  9. Joseph v. Keitz. Geboren 27. März 1886 zu Rüdigheim. Eltern waren Lehrer Adam Joseph v. Keitz und Frau Franziska, geb, Günther. Der Vater starb 1893 zu Rüdigheim, die Mutter 1931 zu Bad Orb. Studium: Lateinschule Amöneburg, Gymnasium und Priesterseminar Fulda. Weihe 1910 zu Fulda. Als Kaplan in Groß-Krotzenburg und Hosenfeld. Pfarrverweser in Naurnburg, Lazarettpfarrer in Groß-Auheim, Kuratus in Bebra. Seit 1932 in Bauerbach. Zum Geistlichen Rat ernannt 1954. Goldenes Jubiläum 1960. Pfarrer v. Keitz ist der erste seit 1816, der länger als 25 Jahre im Ort ist und der erste, der hier sein „Goldenes" feiern kann. Er ließ beide Kirchen neu ausmalen, für beide Kirchen neue Glocken beschaffen, in Bauerbach den Altarraum neu auslegen und 1959 die Kirchenheizung anlegen. Für die Ortsgeschichte stellte er alle verfügbaren Quellen bereit. (2)

Kaplan Hans Heinr. Hettenhausen, geb. 1928 in Siersleben, geweiht 1952, wohnhaft in Marburg, kam im April 1961 als Subsidiar (Mithelfer), besonders für Ginseldorf, zur Pfarrei.

Ergänzung

  1. Der "Kulturkampf währte von 1871 - 1887. 1878 waren von zwölf Bischofsstühlen nur noch vier besetzt, gegen tausend Pfarreien waren verwaist, mehrere hundert Priester ausgewiesen, viele Klöster aufgehoben, alle bischöflichen Seminare geschlossen; den Jesuiten wurden Niederlassungen auf deutschem Boden verboten (1917 widerrufen).
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  2. Pfarrer von Keitz verstarb am 12. Nov. 1962. Er hatte als Subsidiar (Helfer) Kaplan Karl Ditsche, welcher blieb, bis im März 1963 Pfarrer Friedrich Bromm, von Himmelsberg gebürtig, das Amt übernahm. In der Zwischenzeit war Pfarrer Hubert Lendeckel, Schröck Pfarrverweser.
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In Marburg

Vor dem Ende der Kurmainzer Zeit, 1788, bekamen auch die Katholiken Marburgs eine Pfarrei. Die ersten zwei Jahre war Kanonikus Karl Falciola in Marburg. Ein evang. Professor der Medizin zu Marburg, Loder, hatte den Landgrafen gebeten, doch den Kurfürst von Mainz zu ersuchen, einen der benachbarten Geistlichen zur Haltung des katholischen Gottesdienstes in Marburg zu befehlen. In St. Elisabeths Hospitalkapelle (Chorruine am Pilgrimstein) wurde damit der Anfang gemacht „zum Tröste der Katholiken und unter Freudebezeugungen der Protestanten". Der italienische Kaufmann Rossy (Rosi), von dem die kath. Orte ihre Hostien, Kerzen und sonstigen Kirchenbedarf bezogen, gab dem Geistlichen im ersten Jahre freie Wohnung und Tisch sowie 20 fl zum Lebensunterhalt. Der Marburger Professor und Prediger Joh. Adam Braun, der zur Kath. Kirche übertrat, erhielt ein Kanonikat auf Amöneburg. Er hat auch in Bauerbach getauft und unterzeichnet „Braun, Professor und Pfarrer zu Marburg". Braun legte jedoch 1802 seine geistlichen Ämter nieder, studierte in Jena Medizin und heiratete die Tochter des Nikolaus Rossy. Nach Brauns Rücktritt war Bertram Rudolf Köhler Pfarrer zu Marburg, wohnte aber auf Amöneburg. Er war vorher Rektor der Normalschule (Lehrerseminar) zu Aschaffenburg, Pfarrer in Oberndorf und Kaplan in Mardorf. König Jerome hatte den Katholiken den Chor der Elisabethkirche zum Gottesdienst zugewiesen. Die hessische Regierung übergab ihnen 1827 die arg verkommene Kugelkirche, die 1477 als Klosterkirche der Kugelherren aus Münster/Westf. auf dem von dem Ratsherrn Heinrich Imhof geschenkten Grundstück am Kalbstor erbaut worden war. Die Kirche mußte erst mit hohen Kosten umgebaut werden. Sie ist bis 1959 die einzige katholische Kirche Marburgs geblieben. Im Königreich Westfalen, als König „Immerlustik", Jerome, zu Kassel regierte, waren wir für einige Jahre dem Bistum Regensburg zugeteilt. (1) Wir im Canton Amoenebourg, District Marbourg, departement Werra, hatten den M. Joseph Weinrich, doyen (Dekan), premier eure d'Amoenebourg, com-missaire ecclesiastic". In Marburg war M. ... (Name fehlt) eure catholique de Marbourg, professseur et co-directeur de l'ecole normale", Job. Caspar Müller, geb. 1749, der von 1804 bis zu seinem Tode im November 1810 in Marburg wirkte. Er bekam erst 1814 in Leander von Eß einen Nachfolger. (Almanac Royal de Westphalie von 1811, der an Stelle des Hess. Staatskalenders erschien.) Diese kurzfristige Verbindung mit Regensburg hat doch noch Spuren hinterlassen. Man weiß noch von alten Leuten, daß eine Hochzeit verschoben werden mußte, weil „die Papiere von Regensburg" nicht da waren. Wie das Kirchenbuch ausweist, wird es die Trauung 1808 Joh. Henrich Preis mit Schmidt sein, Preis war ein Sohn des Joh, Henrich Preis aus Stausebach.

Ergänzung

  1. Der diesbezügliche § 25 des "Reichsdeputations-Hauptschlusses" sagt: "Der Stuhl zu Mainz wird auf die Domkirche zu Regensburg übertragen", denn Erzbischof von Dalberg bekam als Günstling Napoleons Regensburg zugesprochen.

Bildstöcke und Wegkreuze

Wege- und Feldkreuze, Bildstöcke und Kapellchen hat. es aus verschiedenen Anlässen überall im Mittelalter gegeben. Die Hornberger Synode 1526 verbot sie, doch immer noch erinnern uns hier und da in evangelischen Gegenden mächtige, alte Baumgruppen an erstorbene alte Sitte. Als nach 1600 der Barock wie eine Flamme heiliger Inbrunst in der kirchlichen Kunst emporloderte, da entstanden, ersl durch den langen Krieg gehindert, um 1700 und später in den kurmainzischen Orten die Bildstöcke. Zumeist wurden sie an den Ortsausgängen gesetzt und bezogen sich auf die Passion Christi. Die Mardorfer Bildstöcke, 1712 gesetzt, zeigen die ölberg-szene, Simon, den Kreuzträger, die Kreuzigung und die Kreuzabnahme. Vielleicht hat Pfarrer Schick, der 35 Jahre Bauerbach-Ginseldorf betreute, die Idee hierher verpflanzt, wählte aber eine andere Reihenfolge, Die Bildstöcke zu Bauerbach sind 1742, die zu Ginseldorf 8 Jahre später errichtet. Beide Bildreihen zeigen das gleiche Thema, vier Gesetze des Schmerzens-Rosenkranzes, das 1., 2., 3. und 5. Das 4. ist ausgelassen, weil es im Kreuzweg dargestellt wird. Der erste Bildstock, Christus am ölberg, steht am Ostrand des Dorfes, wo der Joichtweg abzweigt. Unter dem Relief steht: „Orate et vigilate" (Betet und wachet), auf dem Sockel, heute ganz unleserlich, hat die Kindergarten-Schwester Corona 1938 gelesen: „Zur Ehr Gottes, im Jahr, wo Baverbach andächtig war, aufferbavet." Demnach ist es das Jahr einer Volksmission gewesen, wie diese seit 1684 stattfanden, und noch 1730 eine gewesen war. Am Abzweig Untergasse steht das zweite Bild, die Geißelung. Oben: „In flagella paratus. PS. 37, Vers 18. (Ich bin der Geißel gewärtig). Am Sockel: „Schauet was hauet ...(?) Blut, ihm auspressen Geissel und Ruht." — Das dritte Bild am Beginn des Gefälls-wegs (Studentenpfad). Die Dornenkrönung. Oben fehlt die Inschrift, da der Bildstock durch einen Gewittersturm (vor 1880) umgelegt worden war. Am Sockel: „Betracht wie Jesus aus Spott und Hohn trägt Rohr, Purpur und Dornen Cron." Das letzte Bild, aufm Loh, wurde vor einigen Jahren versetzt. Es stand vor der Schulscheune unter einer alten Linde. Die Kreuzigung, Oben ist, wie auch bei den ändern Bildstöcken, die Jahreszahl in römischen Ziffern in die Inschrift hineingelegt. „CrVCI-flXVs DVX MeVs." (MDCCXXVVVVII = 1742.) Das Kreuz, mein Führer. Am Sockel. „Christi Bildnis vere(hre) im Verbeitreten. Thue nicht diese sondern Christu anbete(n)". Die Bildstöcke sind wahrscheinlich von dem Marburger Meister Joh. Friedr. Sommer.

 

Ginseldorf

Ob hier 1750 ein anderer Meister am Werk war als in Bauerbach, der seine Bildwerke reicher zu gestalten wußte, und auch ein besseres Deutsch beherrschte? Das ölbergbild steht am Spritzenhaus. Oben. „AngoreM CorDe reCoLe." (MDCCL ~ 1750). Am Sockel. „Jesus, Deiner Sünden wegen, wird betrübt bis in den Tod, Sünder, lasse Dich bewegen, diese seine große Not." Marc. 14, Vers 34. (Meine Seele ist betrübt bis zum Tode.) Am Ortsausgang nach Bürgein, am Nordende, steht die Geißelung. Oben. „Pare flagro ecce redemptor." Am Sockel: „Sieh' o Mensch, wie Du verbunden seyest zu der Dankbarkeit. Jesus für Dich, tausend Wunden zu empfangen ist bereit." PS, 37 V. 18, (wie in Bauerbach), — Die Dornenkrönung, am Ostende des Dorfes (Mühlweg) ist völlig zerstört. Oben stand: Lector perpende co-rona . . . Am Sockel. „Betracht, o Mensch, wie Gottes Sohn umb Deiner Sünden willen traget eine Dornere Cron, des Vaters Zorn zu stillen." Matth. 27. Vers 29 (Dann flochten sie aus Dornen eine Krone . . .). An der Straße nach Bauerbach („Rinnweg") auf der Kirweih, finden wir den vierten, die Kreuzigung darstellend. Oben. „eCCe DoLoreM." (MDCCL.) Am Sockel. „O Mensch, steh' still und schau mich an! Merke, ob auch ein Schrnertzen dem meinen Schmertzen gleichen kan! Führe es wohl zu Herzen." Thren. IV. 12. (Klagelieder des Jeremias.) Kein Erdbewohner hätte geglaubt, daß Feinde und Widersacher in Jerusalems Tore eindringen.

Die schöne Sitte, Bildstöcke und Wegkreuze zu errichten, ist noch nicht erloschen. Jungfrau Elisabeth Petri stiftete 1854 den Korpus des großen Kreuzes auf dem alten Friedhof bei der Kirche in Bauerbach. Hundert Jahre später, 1954, setzte die Katholische Jugend den Bildstock der Immaculata an den Waldrand beim Bornweg. Und 1960 hat man am Wegkreuz zum Forsthaus und zum Hcidcwog ein großes Kreuz gesetzt, das in doppeltem Gedenken errichtet ist, zum 50jährigen Priesterjubiläum von Pfarrer Jos. v. Keitz, Geistlichem Rat, und an die Vermißten des letzten Krieges. Der Entwurf dazu ist von Heinrich Jennemann, Bauerbach. Das Schröcker Kreuz, an der südlichen Flurgrenze, am „Judenweg", ist um 1900 errichtet. Doch zeigt schon eine Rudolphische Flurkarte um 1740 dort an gleicher Stelle ein Kreuz, Das jetzige trägt eine Inschrift aus der „Nachfolge Christi" von Thomas von Kempen. „Suche Dir keinen anderen Weg, als diesen königlichen Weg, den Weg des heiligen Kreuzes." Sicherlich hat auch am Kreuzacker in der Joicht einstmals ein Kreuz gestanden. Dieser Weg, der Joichtweg, war, wie der tief ausgefahrene, schluchtige Hohlweg zeigt, eine Fernstraße, die über Schönbach — Anzefahr nach Rauschenberg führte und war ein viel befahrener Dorfausgang. Das Ginseldorfer Kreuz an der „Hofestatt", 1904 gesetzt, trägt drei Beschriftungen. „Der Weg des Leidens ist der schwerste, aber der sicherste zum Himmel. — Ich will nur eines kennen, Jesum, und zwar Jesum den Gekreuzigten. — Nehme Dein Kreuz auf Dich und folge mir nach."

Der Organist

In Ginseldorf war die Frage, bis Lehrer Schmitt 1959 in den Ruhestand trat, gelöst. Nicht so in Bauerbach. 1937 hat Dr. Hans Feller, Marburg, damals Gymnasiast, georgelt. Im Kriege war es Karl Fuchs, heute Lehrer und Organist in Neustadt. Dann halfen die Lehrer Seifert, der in Großseelheim wohnte, und Lehrer Alfons Klempert aus. Endlich lernten Otto Baumgarten und Alfons Böttner bei Lehrer Schober, Schröck, das Orgelspiel.

Im geistlichen Stande

Im geistlichen Stand Im Vergleich zum Hochmittelalter, wo auf wenige hundert Seelen ein Geistlicher kam, sind die Berufe heute sehr dünn gesät. Die letzte Primiz in der Pfarrei war vor 66 Jahren.

  1. Urkundlich erfahren wir erst 1694 von Johann Hoff mann, der schon bei Pfarrer J. Philipp Kaul genannt wurde. Er wird aus der Familie Johannes Hoffmann stammen, die 1676 genannt wird.
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  2. 1708 finden wir Johanns Neffen Ludwig Hoffmann als Baptizans. Er starb 1734 als Pfarrer von Neustadt.
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  3. 1710 ist Johannes Schmitt Baptizans bei Mathias Vogel, Er war aus der Familie Henrich Schmid, die 1676 genannt wird. Johannes starb 1728. Diese drei, vielleicht auch Adam Taube, waren Kanoniker des Stifts zu Amöne-burg, welches, im Gegensatz zu vielen ändern Stiftern, nur wenige adlige Stiftsherrn (Kanoniker) dafür aber um so mehr solche aus den umliegenden Dörfern des Amtes hatte. Man sagte sogar, zu einer Zeit habe das Stift fast nur aus Mardorfer Geistlichen bestanden.
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  4. 1740 starb Adam Taube, Pfarrer von Flammersbach, der 1695 in Ginseldorf geboren war. Sein Pate war der Schöffe Jüngst aus Anzefahr.
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  5. 1814 wird eine Seelenmesse gelesen für Joh. Peter Weber, Vikar zu Nordhausen. Er starb dortselbst im Alter von 50 Jahren und wurde im Schiff der Kirche bestattet. Ob er mit dem Pfarrer Johann Weber verwandt war, der von Amöneburg gebürtig sein soll, ist unsicher.
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  6. 1848 Joseph Herbener aus Kissels, geboren. Er ließ als Pfarrer von Oberuf-hausen seinen Neffen Joseph Freidhoff studieren. Starb 1926 als Domkapitular in Fulda.
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  7. 1861 Theodor Eugen Schutt, Sohn des Bauerbacher Lehrers Karl Schutt gebore n. 1907 war er Pfarrer in Mardorf (bis 1923) und starb 1925 in Erfurtshausen.
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  8. 1868 Eduard Braun aus Kurts geboren. Besuchte die Lateinschule zu Fritzlar, wurde 1894 geweiht, 1907 Dechant zu Hanau und starb dort im Vinzenz-Kranken-haus 1932.
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  9. 1870 wurde der Neffe des Pfr. Herbener, Joseph Freihoff, in Sindersfeld geboren. Seine Mutter war Magdalena Herbener aus Kissels. Da sein Vater früh starb, wurde er mit seinem Bruder Konrad, geb. 1879, hier bei seinen Großeltern erzogon, starb 1960 in Rückers.
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  10. 1907 Franz Weitzel, Sales, Bruder Nolaskus, ist 1945 vermißt geblieben. Er war Franziskaner des Klosters Frauenberg und zuletzt in Ottbergen bei Hildesheim.
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  11. Pius Schick, geb. 1864 in Ginseldorf, Karlhäuser, Bruder Barnabas. Bruder der Schw. Maria Schick (Eügia), — Gest. vor 19.19 in Düsseldorf.
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Vinzentinerinnen('Barmherzige Schwestern')

aus Bauerbach.

  1. Monika Huhn, geb. 1870, S. Placida, gest. 1932 in Geisa.
  2. Mar. Elis. Huhn, geb. 1879, Hs. 45. S. Christophora. gest. 1957 in Eiterfeld.
  3. Theresia Preis, geb. 1883, Hs. 23. S. Patientia, gest. 1955 in Erfurt.
  4. Katharina Preis, geb. 1888, Hs. 38, S. Cyriaca. — Salzschlirf.
  5. Maria Matt, Nichte von 3. geb. 1906, Hs. 23. S. Salesiana. — Elisabeth-Klinik, Marburg.
  6. Regina Veronika Dörr, geb. 1906, Hs. 43. S. Ursina. — Beurcn, Eichsfeld.
  7. Magdal, Theres. Schick, geb. 1918, Hs. 21. S. Maria Konrada. — Fulda.
  8. Pauline Huhn, geb, 1931, Hs. 56. S. Mär. Thekla. — Sooden-Salmünster.

aus Ginseldorf (1 und 4 sind keine Vinzentinerinnen).

  1. Maria Schick, geb. 1875, Hs. 34. S. Eligia, Engl. Fräulein, gest. 1944 in Neuwied.
  2. Katharina Bauerbach, geb. 1883, Hs. 10. S. Aurea, gest. 1960 in Fulda.
  3. Thekla Nau, geb. 1906, Hs. 38. S. Damiana. — in Ulmbach.
  4. Mar. Kathr. Nau, deren Schwester, geb. 1908, S, Adelmara, Franziskanerin. Herford/Westf.
  5. Franziska M. Rhiel, geb. 1916, Hs. 32. S. Natalia. — in Fulda.
  6. Anna Ther, Kraus, geb. 1922, Hs. 41. S. Beatrix, in Hünfeld.
  7. Monika Just. Huhn, geb. 1928, Hs. 11. S. Johannella, — in Fulda.
  8. A. Regina Huhn, deren Schwester, geb. 1932, S. Walburga, — in Soden-Sal-münster.

Innerhalb von 70 Jahren sind vierzehn Mädchen (zwei weitere sind in anderen Orden) dem Rufe ihres Ordensstifters, des französischen Priesters Vinzenz von Paul (1576—1660) gefolgt und haben ein Leben voll Mühe und Arbeit dem Dienste der Armen und Kranken geschenkt.