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18.03.2002

Gute Defensivarbeit legt den Grundstein für 1:0-Arbeitssieg im VerfolgerduellTor: 1:0 Sven Ludwig (73.) Bei herrlichem Frühlingswetter hatten erneut über 200 Zuschauer den Weg ins Bauerbacher Waldstadion gefunden, um dem SVB in diesem weiteren Endspiel gegen einen direkten Konkurrenten den Rücken zu stärken. Die wieder einmal phantastische Zuschauerresonanz sorgte zusammen mit der stimmungsvollen Begleitung durch Stadionsprecher Walter Matt für einen Rahmen, bei dem das Fussballspielen wirklich Spass macht. Auch am gestrigen Sonntag standen die SVB-Fans wieder wie ein Mann hinter den Spielern, obwohl sie diesmal nicht gerade Fussball-Feinkost geboten bekamen. Diese Unterstützung von Zuschauern und Umfeld sucht in der Kreisliga ihresgleichen und ist Woche für Woche ein Anlass für den herzlichen Dank der SVB-Spieler! Nach den starken Vorstellungen des SVB-Teams in den letzten Wochen sahen die Zuschauer diesmal eine kampfbetonte und teilweise hektische Partie mit nur wenig spielerischem Glanz, bei der beide Mannschaften erst nach dem Schlusspfiff ihre Nervosität ablegen konnten. Für beide Mannschaften ging es um viel, denn bei der engen Tabellensituation im Kampf um den Relegationsplatz half beiden nur ein Sieg weiter, den der SVB diesmal nach dem Motto ?nicht schön, aber erfolgreich? einfahren konnte. Das Spiel war von vielen Zweikämpfen und Freistössen geprägt, es ergaben sich nur wenige Torchancen. Die größte Chance der ersten Hälfte hatte der den erkrankten Andy Zülch hervorragend vertretende Dirk Kresse, als er im Getümmel vor dem gegnerischen Tor energisch nachsetzte, ein Mardorfer Abwehrspieler den Ball aber mit Umweg über die Unterkante der Querlatte gerade noch von der Linie schießen konnte. Den satten Drehschuss von Anton Krasnic nach feinem Solo drehte Mardorfs guter Ersatztorwart Marius Mengel gerade noch um den Pfosten. Dem gegenüber standen zwei Chancen auf Mardorfer Seite: der von Jochen Dörr über die Mauer gezirkelte Freistoß von der Strafraumgrenze strich knapp am Tor vorbei, den gefährlichen 18m-Schuss von Mardorfs Sturmführer Stefan Schick konnte SVB-Keeper Jens Mengel-Vornhagen mit guter Parade aus der linken unteren Ecke fischen. Ansonsten ließ die Bauerbacher Defensivabteilung nur wenig zu, im Mittelfeld neutralisierten sich die beiden Spielmacher Sven Ludwig (SVB) und Jochen Dörr (Mardorf) weitgehend, so dass auch sie kaum einmal spielerische Glanzpunkte setzen konnten. Nach dem Wechsel änderte sich nur wenig. Mardorf operierte bei Standardsituationen variantenreich mit angeschnittenen hohen Bällen, biss damit jedoch auf Granit, weil SVB-Torwart ?Sumo? Mengel-Vornhagen im Verbund mit den Abwehrspielern die ?Lufthoheit? hatte und seinen Strafraum sicher beherrschte. Nur einmal kurz vor Schluss hatte man Glück, dass ein Eckball am langen Pfosten keinen Abnehmer fand. Bauerbach konnte sich in der zweiten Hälfte nicht mehr so gut in Szene setzen, weil bei manchen Spielern doch die Kraft ein wenig nachließ. Dies rächte sich beinahe, als nach einem Ballverlust im Mittelfeld nicht nachgesetzt wurde und Mardorfs Marc Schönfelder volley zum Schuss kam - aber Bauerbachs Torwart war auf dem Posten und lenkte den Ball zur Ecke. Wie schon oft erlebt fällt in einem solchen Spiel ein Tor wenn überhaupt nur nach einer Standardssituation. In der 73. Minute war es soweit: Einen eher schmeichelhaft zugesprochenen Freistoss - nach den Wochen des Pechs in dieser Hinsicht zur Abwechslung einmal eine glückliche Schiedsrichterentscheidung für den SVB - katapultierte Spielertrainer Sven Ludwig höchstpersönlich ins Tor. Nach dem Spiel wurde heftig diskutiert, ob der Schuss auf dem Weg ins Netz 3, 4 oder 5 mal abgefälscht worden war - ein glücklicher Treffer also, aber behaftet mit dem Glück des Tüchtigen, denn der SVB-Sieg war aufgrund der besseren Torchancen und einer starken kämpferischen Leistung bis zum Schlusspfiff nicht unverdient. Somit bleibt der SVB weiter im Rennen um Platz zwei. Auch wenn am nächsten für den SVB spielfreien Wochenende Beltershausen und auch Neustadt vorbeiziehen können, hat man nach wie vor alle Trümpfe in der eigenen Hand und kann den Relegationsplatz aus eigener Kraft erreichen. Wenn das Bauerbacher Publikum die Mannschaft weiter so phantastisch unterstützt, darf man weiter zuversichtlich sein.