28.10.2002
Gästetorwart Dieter Stieler mit 85m-Tor und von Böe abgebrochene 20m-Fichte als "Kracher des Tages"Tore: 1:0 (5.) Robert Socol, 1:1 (8.) Dieter Stieler, 2:1 (60.) Robert Schulz Für den SVB spielten: Jens Mengel-Vornhagen - Robert Miocevic - Kai Michanikl, Oliver Wiegand - Sven Czyrzewski (57. Alexander Zwenger), Ingo Liese, Jannis Euker (38. Robert Schulz), Mario Euker, Robert Socol - Anton Krasnic, Björn Gantenberg Ungeachtet der Sturmwarnungen in Funk und Fernsehen - die ihre Berechtigung hatten, wie sich noch zeigen sollte - konnte sich der SVB wieder bei 200 Zuschauern bedanken, die trotz der miesen Bedingungen den Weg ins Waldstadion nicht gescheut hatten. Sie sahen eine gut beginnende Heimmannschaft, die schon nach 5 Minuten durch einen beherzten Distanzschuss von Robert Socol in Führung gingen. Bereits drei Minuten später fiel der Ausgleich für die kämpferisch dagegenhaltenden Gäste auf eine Art und weise, wie man sie in Bauerbach bisher noch nie live erleben durfte: Gästetorwart Dieter Stieler setzte einen Abschlag mit Unterstützung eines Windstoßes des Orkantiefs "Jeanett" als Aufsetzer über den verdutzten SVB-Torwart Jens Mengel-Vornhagen ins Bauerbacher Gehäuse! Der SVB-Keeper hatte sich bei der Berechnung der Flugbahn freilich böse verschätzt. Die Gastgeber erholten sich von diesem Kuriosum aber sehr schnell und drängten weiter auf das gegnerische Gehäuse, spielten jedoch teilweise zu eigensinnig und blieben oft in der vielbeinigen Wittelsberger Abwehr hängen. Die Gäste suchten ihr Heil in Kontern und hatten ihre größte Chance nach einem Fehlpass in der Bauerbacher Hintermannschaft, aber diesmal war Bauerbachs Torsteher Mengel-Vornhagen auf dem Posten und konnte den platzierten Schuss zur Ecke lenken. Der letzte Paukenschlag vor der Pause passierte dann allerdings neben dem Platz, als eine 20m hohe Fichte vom Sturm wie ein Streichholz abgeknickt wurde und auf dem Trainingsdreieck neben dem eigentlichen Spielfeld aufschlug. Glücklicherweise spielten dort am gestrigen Sonntag nicht wie sonst einige Kinder, so dass außer der Umzäunung niemand zu Schaden kam! Nach der Pause berannte der SVB weiterhin das Wittelsberger Gehäuse und entwickelte durch den eingewechselten Robert Schulz auch einigen Druck, im Abschluss haperte es jedoch nach wie vor. So mußte eine Standardsituation herhalten, um die Führung zu erzielen: den Eckball von Robert Socol wuchtete Robert Schulz am langen Pfosten per Kopf unter die Latte. Auf dem tiefen Boden hatten die Gäste nicht genug Kraft, ihrerseits zuzulegen und auf den erneuten Ausgleich zu drängen, auch die Konterbemühungen der Gäste waren in der zweiten Hälfte schwächer als noch vor der Pause. Statt dessen blieb der SVB am Drücker und bekam nach Foul an Mario Euker einen Elfmeter zugesprochen, den Robert Schulz allerdings über das Tor setzte. So musste man bis zum Schlusspfiff des gut leitenden Schiedsrichters zittern. Am Ende blieb es bei einem hochverdienten Arbeitssieg des SV Bauerbach, der von den Spielausfällen auf anderen Plätzen profitierte und bis auf weiteres die Tabellenführung einnehmen konnte.


