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10.01.2007

Bauerbach. Zwölf Sternsinger von der katholischen Pfarrkirche St. Cyriakus Bauerbach machten sich gestern nach einem Aussendungsgottesdienst auf den Weg durch den Marburger Stadtteil. „Weise aus dem Morgenland" sammelten am Sonntag für einen guten Zweck

  von Rebekka Schrimpf


Marburg. Fuldas Bischof Heinz Josef Algermissen hat am Samstag mehr als 1000 Kinder und Jugendliche mit einem Pontifikalamt als Sternsinger entsandt, darunter auch viele aus dem Landkreis -Marburg-Biedenkopf.
Die Kinder aus dem gesamten Bistum ziehen in den kommenden Tagen in den Kostümen der heiligen drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar sowie einem Sternenträger durch die Orte, spenden die traditionelle Segensbitte „Christus segne dieses Haus" und sammeln an den Haustüren Spenden für weltweite Hiifsprojekte.
„Sie sind wie kleine Missionare und tragen den Segen in die Häuser", sagte Algermissen. Viele Menschen in den Bistümern warteten bereits auf diesen Segen zu Jahresbeginn. Schwerpunkt der Sammlung ist in diesem Jahr Madagaskar.Für die Kinder der katholischen Kirchengemeinde Bauerbach gibt es kaum etwas Schöneres, als mindestens einmal die Rolle eines Sternsingers übernommen zu haben. Dieser Meinung waren auch Jasmina, Sabrina und Jessica, die in edle Gewänder gekleidet zum ersten Mal die drei Weisen aus dem Morgenland, Caspar, Melchior und Balthasar, darstellten.
Insgesamt vier Gruppen von Sternsingern machten sich auf den Weg. Die „kleinen Missionare", wie die Gemeinderefe-rentin Andrea Thomanek die Sternsinger bezeichnete, gingen mit viel Eifer an ihre Aufgabe. Lampenfieber gehörte auch dazu. „Wir sind ganz schön aufgeregt", meinte die siebenjährige Sabrina. Denn es ist gar nicht'so einfach, von Haus zu Haus zu gehen, ein Gedicht aufzusagen und den Segen an die Haustür zu schreiben. Doch die frischgebackenen Weisen hatten schnell den Dreh heraus und eroberten im Sturm die Herzen der Dorfbewohner. An vielen Haustüren wurden sie freundlich empfangen und waren gern gesehene Gäste. Nachdem sie das Gedicht aufgesagt haben,jiahmen sie Süßigkeiten und Spenden entgegen.

In diesem Jahr sammeln Sternsinger für Madagaskar
„In diesem Jahr sammeln wir Spenden für die Kinder aus Madagaskar. Es soll für sie ermöglicht werden, in die Schule zu gehen. Auch das ökologische Bewusstsein soll geweckt werden, um eine weitere Waldab-holzung dort zu verhindern", erklärte Thomanek. Die schier unerschöpfliche Dynamik der jungen Weisen war geradezu ansteckend. Es gestaltete sich fast schon als ein Wettstreit für Jasmina, Sabrina und Jessica, wer zuerst an der nächsten Haustür angelangt war. Von Müdigkeit war da keine Spur. Auch wechselten sie sich genau mit dem Segensspruch ab. „Der Segensspruch, den wir mit Kreide an den Türrahmen schreiben, bedeutet nicht nur Caspar, Melchior und Balthasar, sondern auch Christus mansionem benedicat, also Christus segne dieses Haus", wusste Jasmina bestens Bescheid. Thomanek klärte auf: „Wie einst die drei Weisen aus dem Morgenland dem neu geborenen Jesuskind ihre Gaben überbrachten, so verkünden die Sternsinger heutzutage die frohe Botschaft und den Segen Christi". Nach einer kurzen Mittagspause ging es auch schon weiter. Am frühen Abend wartete dann noch ein gemeinsames Pizzaessen auf die Sternsinger, denen es sehr viel Spaß machte. Sabrina war sich auf jeden Fall sicher sicher: „Nächstes Jahr will ich wieder

  Oberhessische Presse
vom 8.1.2007