15.04.2002
Abwehrstratege Robert Miocevic mit Rückenverletzung ins Klinikum Tore: 0:1 (26.) Manuel Hopf, 1:1 (31.) Anton Krasnic, 1:2 (54.) Uli Meurer Das war wohl nichts! Auch wenn bei regnerischer Witterung nicht ganz so viele Zuschauer ins Waldstadion gepilgert waren wie sonst - an den treuen Zuschauern lag es jedenfalls nicht, dass der SVB den Nimbus der Unschlagbarkeit in der Rückrunde verlor und von den clever spielenden Gästen aus Lohra unsanft auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt wurde. Stärker noch als der Frust der Niederlage waren allerdings die Leiden von Bauerbachs Abwehrspieler Robert Miocevic, der sich Mitte der ersten Halbzeit ohne Fremdeinwirkung verletzte und mit heftigen Schmerzen im Lendenwirbelbereich ins Klinikum eingeliefert werden mußte. Vor den verblüfften Augen der phantastischen ?SVB-Ultras?, die sich nicht hatten lumpen lassen und eigens für dieses Spiel in einer Nacht-und-Nebel-Aktion ein überdimensionales SVB-Trikot zur optischen Unterstützung der Mannschaft organisiert hatten, taten sich die Gastgeber unwahrscheinlich schwer ins Spiel zu finden. Zwar erspielte sich der Favorit aus Bauerbach ein optisches Übergewicht, kam jedoch kaum zu Chancen gegen die defensivstarken Lohraer, die mit ihren Kontern hingegen jederzeit gefährlich waren. Die ersten beiden Kopfballchancen der Gäste konnte Bauerbachs Torwart noch parieren, beim dritten Kopfball brauchte er schon Glück, das der Ball um Zentimeter am langen Pfosten vorbeistrich, aber im vierten Anlauf war es dann soweit: Lohras bester Mann, Manuel Hopf, setzte sich am linken Strafraumeck durch, wurde nicht energisch genug angegriffen und versenkte den Ball aus 16 Metern kurz und trocken zum 0:1 ins kurze Eck. Bauerbach versuchte dagegen zu halten und kam schon bald - wenn auch etwas glücklich - zum Ausgleich, als sich Anton Krasnic im Strafraum durchtankte und Lohras Keeper den Schuß aus spitzem Winkel ins eigene Tor abfälschte. Aber auch das Ausgleichstor gab dem SVB keine Sicherheit. Fast über die gesamte Distanz ließen die Bauerbacher Kicker zum Leidwesen der Fans jegliche Souveränität und den nötigen Siegeswillen vermissen. Die fehlende Laufbereitschaft und Aggressivität fand der SVB auch nach dem Wechsel zunächst nicht. Wer gedacht hatte, nun würden die Gastgeber einen Zahn zulegen und das Spiel mit frischem Mut an sich reißen, sah sich getäuscht. Schlimmer noch: Nach einer knappen Stunde kam Gästestürmer Meurer nach einer Ecke im Strafraum frei zum Schuß und ließ sich nicht zweimal bitten, die Gäste wieder in Führung zu bringen. Bei diesem 1:2 sollte es am Ende bleiben, da es dem SVB nur in den letzten 10 Minuten mit dem Mute der Verzweiflung gelang, die Gäste unter nennenswerten Druck zu setzen. Da war es aber schon zu spät, denn zu mehr als einem Lattentreffer durch den Freistoß von Levent Akgül und einem Pfostenkracher von Spielertrainer Sven Ludwig sollte es nicht mehr reichen. Die Gäste hatten jedoch selbst in der Drangphase des SVB noch Riesenchancen, den Sack schon früher zuzumachen, aber SVB-Torwart Mengel-Vornhagen konnte zweimal gegen allein auf ihn zustürmende Lohraer mit Fußabwehr klären. Durch diese verdiente Heimniederlage verpaßte der SVB die große Chance die Vorlage der Konkurrenz zu nutzen, die allesamt ?für die Bauerbacher spielten?. Mit einem Heimsieg hätte der SVB wie geplant den zweiten Platz festigen und sich mit vier Punkten Vorsprung auf den Dritten etwas absetzen können. Hätte, wenn und aber hilft jedoch nichts, aber immerhin steht man nach wie vor auf Rang zwei und hat am kommenden Sonntag ?in der Höhle des Löwen? in Beltershausen die allerbeste Gelegenheit Wiedergutmachung zu betreiben, auch wenn dies sicher kein leichtes Unterfangen sein wird.


