23.02.2003
Sie können helfen: Lassen Sie Ihr Blut kostenlos untersuchen und typisieren.Liebe Bauerbacher Mitbürgerinnen und Mitbürger!
Ende letzten Jahres erkrankte Martina Pfeiffer aus Bauerbach an Leukämie (Blutkrebs). Sie benötigt dringend eine Knochenmarksspende. Da noch kein(e) geeignete(r) Spenderin in der Deutschen Knochenmarksspenderdatei für sie gefunden werden konnte, rufen wir alle auf, sich an einer von Aventis Behring unterstützten und von Dade Behring durchzuführenden Blutuntersuchung/Typisierung zu beteiligen. Durch diese Typisierung kann möglicherweise eine geeignete Person für eine Knochenmarksspende ermittelt werden.
| Montag, 24. Februar | (13:00 -16:00 Uhr) |
| Donnerstag, 06. März | (13:00 -16:00 Uhr) |
| Montag, 17. März | (8:00 -12:00 und 13:00 -16:00 Uhr) |
| Dienstag, 18. März |
(10:00 -12:00 und 14:00 -18:00 Uhr) |
Die Termine für die Blutabnahme in der Blutspendezentrale, Gebäude Z 29: (Emil-von-Behringstraße 76, bitte fragen sie an der Pforte)
Zur Terminabstimmung wenden Sie sich bitte an:
Ines Pfeiffer, Tel.: 06421 - 393892 oder an
Anke Henkel. Tel.: 06421 - 393079
Informieren Sie bitte weiter an Kollegen, Freunde etc.
Beteiligen Sie sich bitte zahlreich an dieser Aktion - denn bedenken Sie: Es kann jeden von uns treffen, zu jeder Zeit!
Auch Personen, die keinem Unternehmen am Standort Behringwerke angehören, können an dieser kostenlosen Aktion teilnehmen.
Für bereits registrierte Spender ist die Teilnahme an dieser Aktion jedoch nicht notwendig.
Alles, was Sie für eine Registrierung als Lebensspender brauchen, ist etwas Mut und viel Herz.
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
mein Name ist Martina Pfeiffer. Da ich Ihre Hilfe benötige, denke ich, daß ich mich kurz bei Ihnen vorstellen sollte.
Ich bin 27 Jahre alt, arbeite seit 1992 bei den Behringwerken als Biologielaborantin und habe am 08.11.2002 erfahren, daß ich Leukämie (Blutkrebs) habe.
Wer jemals einen Arzt vor sich stehen hatte, der einem die Worte :"Sie haben Leukämie" mitteilt, kennt das Gefühl, als wenn sich die Welt nicht mehr dreht und alles zusammenbricht. Alle Träume, alle Zukunftspläne, Familie, Urlaube, Spaß sind mit einem Schlag ausgelöscht. Alles, was in so einem Moment vor Augen tritt ist „Ich muß sterben". Man begreift erst sehr langsam die Tatsachen, mit denen man sich abfinden muß, aber damit auch, daß es DOCH eine Chance zum Überleben gibt.
Eine erfolgreiche Therapie für mich und viele andere ist durch eine Knochenmarkspende oder Stammzelltransplantation möglich.
Zur Zeit läuft für mich und viele andere eine Suche in der Spenderdatei der DKMS ( Deutsche Knochenmarkspenderdatei), in der bis jetzt jedoch noch kein Spender für mich ermittelt werden konnte. Aus diesem Grand spreche ich hier und heute zu ihnen. Die Geschäftsleitung von Aventis Behring unterstützt die Suche für einen passenden Lebensspender für mich und hat sich spontan bereit erklärt, die Kosten für eine am Standort durchgeführte, sogenannte Typisierungsaktion zu übernehmen.
Was das bedeutet ?
SIE bekommen die Chance, mir oder einem anderen Krebspatienten ein neues Leben zu schenken !
Voraussetzung zur Aufnahme in die Spenderdatei:
Sie sind zwischen 18 und 55 Jahren und leiden an keiner ernsthaften Krankheit.
Jedem Teilnehmer werden unter Aufsicht eines Arztes 10 mL Blut abgenommen und im Labor untersucht. Die Blut-Untersuchungsdaten werden dann in eine Datei eingegeben (Registrierung als Spender ) und werden von der DKMS genutzt, um weltweit für Krebspatienten (und somit auch für mich ) passende Spender zu identifizieren. Sollten sie irgendwann tatsächlich als potentieller Lebensspender ausgewählt werden ( die Wahrscheinlichkeit ist laut DKMS gerade mal bei ca. 5 von 100 potentiellen Lebensspendern innerhalb der nächsten 5-10 Jahre ), gibt es zwei Entnahmemöglichkeiten:
- Die Knochenmarkentnahme
Hier wird dem Spender unter Vollnarkose Knochenmark entnommen. Nach einem 1-2 tägigen Krankenhausaufenthalt kann er wieder nach Hause gehen. Das Knochenmark regeneriert sich selbständig wieder. - Dieperiphere Stammzellentnahme (Dies ist inzwischen die bevorzugte Methode )
Hier werden dem Spender nach einer 5 tägigen Gabe eines hormonähnlichen Stoffes, welcher die Stammzellproduktion anregt, die Zellen aus dem Blut ausgewaschen. Der Spender kann danach direkt nach Hause entlassen werden. Auch hier regeneriert sich das Blut selbständig, in kürzester Zeit.
Für den Spender besteht also kein großes Risiko, aber dieses kleine „Opfer" kann ein Leben retten !
Sie fragen sich immer noch, warum ausgerechnet SIE spenden sollten ?
Trotz über 875.000 allein in der DKMS registrierten potentiellen Lebensspender kann für jeden vierten Patienten, der eine Stammzelltransplantation benötigt, noch immer kein geeigneter Spender gefunden werden.
Ihre Zellen könnten schon morgen gezielt ein Leben retten ( vielleicht sogar meines).
Sie zögern noch ? Dann schließen sie bitte kurz die Augen und stellen sie sich die Stimme ihres Arztes vor, die ihnen sagt: „ Sie haben Krebs!"
Vielen Dank für ihre Hilfe
Martina Pfeiffer



