01.04.2003
Ortsbeirat lädt Vertreter der Stadt zum zweiten ?Frühlingsspaziergang" einBaugebiet, Verkehrssicherheit und der Kindergarten waren drei Top-Themen beim zweiten Bauerbacher Frühlingsspaziergang.
von Ute Mank
Das Image des Stadtteils beschäftigt den Bauerbacher Ortsbeirat schon länger. Um die Stadt stärker in Planungen und Überlegungen für die Zukunft des Stadtteils einzubezie-hen, hat das Gremium am Samstag zum zweiten Mal einen Frühlingsspaziergang mit verschiedenen Vertretern der Stadt initiiert.

Die Frage, ob Bauerbach ein neues Baugebiet benötigt, wurde mit Reinhold Kulle von der Stadtplanung diskutiert. ?Das Bauen in den Stadtteilen kann nicht losgelöst von der Gesamtplanung der Stadt diskutiert werden", sagte Kulle. ?Es gibt Perspektiven in Bauerbach, aber die vorhandenen Potenziale sollten erst einmal ausgenutzt werden." Zunächst sollten die vorhandenen rund 20 Baulücken geschlossen werden.
Der Dauerbrenner ?Verkehrsberuhigung nördliche Bauerbacher Straße" kam ebenfalls zur Sprache. Vorschläge der Stadt wurden mit Bürgern in der Vergangenheit bereits ausführlich diskutiert. Doch da die Mittel für den Bau im Landeshaushalt fehlen, werden sie zumindest in der nahen Zukunft nicht umgesetzt werden können.
?Wenn das Geld für den Umbau fehlt, sollte man die Straße wenigstens durch Markierungen verkehrsberuhigen", forderte Ortsvorsteher Walter Matt. Wechselseitige Parkflächen könnten die Autos zum Langsamfahren zwingen. Kulle wies auf die Gefahren für Kinder hin, die dadurch provoziert werden könnten. ?Es ist besser, die Straße insgesamt optisch einzuengen. Da gibt es verschiedene Möglichkeiten, die man prüfen muss."
Beim Kindergarten, wo der Spaziergang endete, konnten alle Beteiligten die am Gebäude angebrachte Rutsche anschauen, die zwar dem Brandschutz dienen soll, diesen aber nach Meinung des Ortsbeirats nicht gewährleistet.
?Die Forderung nach einem neuen Kindergarten hat im Ortsbeirat weiterhin Priorität", sagte Matt. ?Fluchtwege müssen eigentlich offen sein. Aber hier in Bauerbach muss der Zugang zur Rutsche geschlossen sein, damit die Kinder sie nicht unbeaufsichtigt nutzen", kritisierte Martina Rupp, Mitglied des Ortsbeirats und Elternbei-ratsvorsitzende des Kindergartens.
Probleme mit Rutsche
Davon abgesehen bekämen die Kinder auf der Tunnelrutsche soviel Fahrt, dass sie ?regelrecht durch die Luft fliegen".
?Eigentlich müssten die Kinder regelmäßig Brandschutzübungen machen. Aber die Erzieherinnen haben es nach zweimaligem Proben aufgegeben", erklärte Rupp. Klären wollte der Ortsbeirat auch die Chancen des Stadtteils, in das Dorferneuerungsprogramm aufgenommen zu werden. Doch als nächstes sei Schröck dafür vorgesehen. ?Wir wollen nicht als Konkurrenten auftreten", gab Matt sich bescheiden. Dennoch erwarte er von der Stadt weiterhin Unterstützung auf dem Weg dorthin: ?Die Gelder sind für die Erhaltung der alten Bausubstanz unabdingbar."
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