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18.03.2005

Ortsbeirat durch Geschwindigkeitsmessung in der Bauerbacher Straße alarmiert Die Mitglieder des Ortsbeirates stimmten mehrheitlich für eine Ausweitung der Tempo-30-Zone in der Bauerbacher Straße.


von Werner Girgert

Die Zahlen, die Ortsvorsteher Walter Matt (SPD) präsentierte, sprachen nach Ansicht der Mehrheit der Bauerbacher Ortsbeiratsmitglieder für sich. Demnach ignorierte bei einer Geschwindigkeitsmessung zwischen dem 16. und 23. Februar dieses Jahres etwa jeder fünfte Autofahrer die Tempo-30-Rege-lung in der Bauerbacher Straße und fuhr zu schnell.
Die Messergebnisse, die während des Betriebs einer Geschwindigkeitsanzeige erhoben wurden, machten deutlich, dass Radarkontrollen in der Tempo-30-Zone dringend erforderlich seien, betonte Matt. Doch dafür ist aus Sicht der Straßenverkehrsbehörde der Streckenabschnitt, auf der die Geschwindigkeitsbeschränkung gilt, zu kurz. 150 Meter misst die Zone nur, 200 Meter seien für eine Radarmessung erforderlich, betonte Matt.
Den Hinweis der Straßenverkehrsbehörde nahmen die Mitglieder des Ortsbeirates deshalb zum. Anlass, ihre bereits seit Jahren vorgetragene Forderung nach Verlängerung der bestehenden Tempo 30-Zone zu erneuern. Damit soll auch das Gefährdungspotenzial in Höhe des Kindergartens reduziert werden. Mit einer Mehrheit von fünf zu eins Stimmen votierten sie dafür den Streckenabschnitt von der Einmündung der Straße Lahnberg bis zur Einmündung Lohgasse/Hopfengarten zu verlängern. 

3537 Euro stehen dem Stadtteil Bauerbach in diesem Jahr zur Pflege der Feldwege zur Verfügung. Welche Leistungen angesichts ständig knapper werdender Mittel aus diesem Budget beim Dienstleistungsbetrieb Marburg (DBM) eingekauft werden sollen, das diskutierten die Mitglieder des Ortsbeirates mit dem Leiter des Grünflächenamtes der Stadt, Dr. Wilfried Ferdinand.
Auf einer Strecke von rund 800 Metern seien die Hecken entlang der Feldwege in diesem Jahr bereits geschnitten worden, erläuterte Walter Matt. Künftig soll der Heckenschnitt laut Ferdinand jedoch neu geregelt werden. In einer Prioritätenliste soll dann die Dringlichkeit für die einzelnen Stadtteile festgeschrieben werden.
Schon in der nächsten Saison soll der Ortslandwirt nach Rücksprache mit den einzelnen Landwirten im Stadtteil den Bedarf bei Heckenschnitt und Grabenaushub über den Ortsvorsteher bei der Stadt anmelden. Im Einvernehmen mit dem DBM, dem Grünflächenamt und den Betroffenen vor Ort sollen dann die Einzelaufträge abgestimmt werden. Dabei gilt laut Ferdinand als oberste Maxime die Orientierung am unbedingt Notwendigen. Grundsätzlich beständen jedoch keine Einwände dagegen, dass die Landwirte nach Absprache mit seiner Behörde beim Heckenschnitt auch einmal selbst tätig würden, um das Budget zu entlasten.
Künftig werde der DBM dem Ortsbeirat jeweils eine Gegenüberstellung von Auftrag und Kosten vorlegen, um transparent zu machen, welche Leistungen konkret erbracht wurden. Dem Ortsbeirat obliege es dann, darüber zu befinden, ob die Arbeiten wunschgemäß erledigt wurden.

Einstimmig beschloss das Gremium, dem Tagesmütterverein Marburg und Landkreis im Bürgerhaus Lagerraum zur Verfügung zu stellen. Die Tagesmütter sollen sich künftig im Einvernehmen mit dem Gymnastik-, dem Schützen- und dem Gesangverein den alten Schießstand im Keller des Bürgerhauses teilen. An den Magistrat richtete der Ortsbeirat die Bitte, auf die zunächst veranschlagte Miete von 270 Euro zu verzichten, da auch die übrigen Verein keine Miete zahlen müssen.

Der diesjährige Frühlingsspaziergang in Bauerbach findet am Samstag, 23. April statt. Schwerpunkt des Rundgangs durch den Ort soll laut Ortsvorsteher der Erhalt des alten Ortskerns sein. Außerdem sollen die Bauerbacher Baumpaten eine Plakette erhalten.

 

Oberhessische Presse
vom 17.03.2005