08.04.2008
Unser Dorf hat ZukunftTrotz des angesagten Regenwetters waren 40 Personen erschienen, um die Themenroute im Marburger Stadtteil Bauerbach abzuschreiten. Petrus zeigte sein Mitgefühl und schloss während des knapp zweistündigen Spazierganges die Wasserschleussen über dem Stadtteil. OB Egon Vaupel, der Frau Michelsen von der Stadtplanung mitgebracht hatte und Gerd Daubert vom Landkreis MR-BID, sowie Vereinsvorstände, Ortsbeiräte, Stadtverordnete und nicht zuletzt die Bauerbacher Bürgerinnen und Bürger hatten interessanten Diskussionsstoff auf dörflichem Gelände. Der kommunalpolitische Rundgang endete in geselliger Runde im „Landgasthaus Bauerbach“.
Themenroute:
Die Neugestaltung eines Teilbereiches des Bolzplatzes könnte unter den Titel „Vom Basketballkorb zum Spielbereich für jung und alt“ gefasst werden. Anlaß für neue Überlegungen waren im Jahr Beschwerden über störenden Lärm im Wohnbereich Hinterfeld, hervorgerufen durch Basketballspiel. Initiativen des Ortsbeirates führten zunächst dazu, dass auf dem Bolzplatz ein Basketballkorb installiert wurde. Schnell war zu erkennen, dass zu dem Korb eine entsprechende Fläche gehört, die im Jahr 2008 (nach 7 Jahren) als Spielbereich für jung + alt angelegt wurde. Neben der Spielfläche, die mit Kautschukpflaster ausgestattet ist, wird eine Boulebahn erstellt. Der umpflanzte Bereich soll zu einem attraktiven Treffpunkt in Bauerbach werden. Die Kosten im städtischen Haushalt werden mit ca. 30.000 € veranschlagt.
Einen sicheren Fußweg zum Waldstadion vom Forsthaus aus fordert der Ortsbeirat seit 2002. Auf der Kreisstraße, die über keinen Bürgersteig verfügt, sind die Besucher und insbesondere die Kinder, die Bauerbacher Waldstadion besuchen, den alltäglichen Gefahren des Straßenverkehrs ausgesetzt. Bürgermeister, ein ausgewiesener Fan des Sportvereins Bauerbach, hatte bereits die große Hoffnung, neben dem Schülerpark in Marburg auch den Fußweg zum Waldstadion mit Solarlampen auszustatten. Der drei Meter breite Weg wurde 1993 von der katholischen Kirchengemeinde gepachtet und unterhalten.
Von der alten Schule zum neuen Kindergarten. Nach dem Umbau der alten Schule im Jahr 1985 zum Kindergarten wurden schon kurz nach der Eröffnung Forderungen auf Nutzung des großen Saales des Bürgerhauses und nach der Gestaltung und Vergrößerung des äußeren Spielbereiches laut. Weder der damalige OB Dr. Hanno Drechsler noch sein Nachfolger OB Dietrich Möller waren bereit, einem Neubau in Bauerbach zuzustimmen. Das Pflänzchen Hoffnung keimte erst wieder auf, als Egon Vaupel OB wurde. Ende 2007 kam dann die erlösende Botschaft, dass im Haushalt 2008 der erste Schritt für einen Neubau getan wird, was Vaupel noch einmal vor den Spaziergängern unterstrich.Zum Thema „Erhaltung und Gestaltung des alten Ortskernes“, das einen wesentlichen Platz im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ einnimmt, schlug Gerd Daubert vor, eine Informationsveranstaltung am Mittwoch, den 23. April, 19.00 Uhr, im Bauerbacher Bürgerhaus abzuhalten, zu der alle interessierten Bürger, Vereinsvorstände und Kommunalpolitiker eingeladen seien.

Ortsvorsteher Walter Matt wurde in seiner Bewertung unterstützt: Wer bei schlechtem Wetter so viele Leute für Bauerbacher Belange auf die Beine bringt, kann mit Zuversicht sagen: Bauerbach hat Zukunft!



