13.11.2001
40 Bürger diskutierten mit Ortsbeirat und Tiefbauabteilungsleiterin Sollen die Raser durch Bäume oder durch parkende Autos zum langsam fahren gebracht werden? Beide Meinungen fanden bei der Ortsbeiratssitzung in Bauerbach ihre Anhänger[i:]von Ute Mank[:i] Der Planentwurf des Tiefbauamts sieht vor, die Bauerbacher Straße von der Straße ?Am Wäldchen" bis zum Bettenweg durch Baumbepflanzungen auf eine Breite von 5,50 Meter zu reduzieren. Monika Kötter, Leiterin der Tiefbauabteilung der Stadt, stellte den Plan vor. Die Bäume sollen in die jetzige Fahrbahn gepflanzt und die verbleibende Fahrbahn durch entsprechende Markierungen gekennzeichnet werden. 40 Bürger waren gekommen, um diesen Plan mit dem Bauerbacher Ortsbeirat zu diskutieren. Einige bemängelten, dass der Anfang der Bauerbacher Straße, aus Richtung Ginseldorf, nicht verengt werden soll. Dort sollen Bäume in den seitlichen Hang und nicht in die Fahrbahn gepflanzt werden, da diese dort sowieso nur sechs Meter breit ist. Gerade in diesem Abschnitt würde erfahrungsgemäß besonders gerast. In diesem Zusammenhang äußerten einige der Besucher den Wunsch nach anderen Möglichkeiten der Verkehrsberuhigung. Die Vorschläge gingen von Leuchtanzeigen für die gefahrene Geschwindigkeit über eine Ampel bis zu Schwellen auf der Fahrbahn. ?Solche verkehrserzieherischen Maßnahmen haben nach unserer bisherigen Erfahrung wenig gebracht. Die Autofahrer fahren langsam über die Schwellen, um dann mit unveränderter Geschwindigkeit weiter zu rasen", gab Monika Kötter zu bedenken. Sie versprach aber dennoch, mit der Straßenverkehrsbehörde darüber zu sprechen, die für solche Einrichtungen zuständig ist. [b:]Sorge: weniger Parkraum[:b] Die Einschränkung des Parkraums war eine weitere Sorge vieler Bürger. Einige waren sogar der Meinung, dass eine Verengung der Fahrbahn allein durch parkende Autos zu erreichen wäre. Dem würde die Straßenverkehrsbehörde nicht zustimmen, war sich Kötter sicher. ?Außerdem ist es ja auch unser Ziel, die Bauerbacher Straße zu verschönern", sagte sie. Den Vorschlag, zwischen den Bäumen Parkplätze zu schaffen, hielt sie dagegen für ausführbar. Die Vorhaben, die zur Sicherheit vor allem der Bauerbacher Kinder beitragen sollen, riefen bei einigen Eltern eher Bedenken hervor. Die Kinder müssten die Straße betreten, um an den Bäumen vorbeischauen zu können. Auch das Fahrrad fahren würde gefährlicher. Vor allem wenn die Kinder zwischen die Bäume ausweichen würden, dann aber wieder auf die Fahrbahn zurück müssten. Außerdem sehe der Plan keine verkehrsberuhigenden Vorhaben im Bereich des Kindergartens und der Bushaltestelle vor. Allerdings sorgt dort schon eine Verkehrsinsel für eine Fahrbahnverengung. Die Verkehrsberuhigung für die Bauerbacher Straße wird schon seit Ende der 80er Jahre diskutiert. Damals gab es einen Plan, der einen kompletten Umbau vorsah. [[i:]Quelle: Oberhessische Presse, Ausgabe 13.11.2001[:i]] PLÄNE SIEHE LINK!


