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18.09.2004

Bauerbacher Katholiken haben Beichtraum eingerichtet Für die Besucher der katholischen Kirche in Bauerbach wird das Sakrament der Beichte zu einem neuen Erlebnis.

von Garsten Beckmann

In vielen katholischen Kirchen ist der Gang zum Beichtstuhl für die Gläubigen nicht nur deshalb eine große psychologische Last, weil sie zunächst an den anderen Gemeindemitgliedern vorbeigehen müssen, bevor sie um Absolution bitten können. Auch das dunkel-unbequeme Ambiente alter Beichtstühle rückt für viele Menschen allein den Gedanken der Buße in den Vordergrund, nicht aber die Chance, die im Sakrament der Beichte begründet ist.

In der katholischen Kirche St. Cyriakus in Bauerbach ist dies jetzt anders: Der neu eingerichtete Beichtraum ist lichtdurchflutet, und wer die mit den Holzarbeiten des alten Beichtstuhls dekorierte Tü

r durchschreitet, hat die Wahl, dem Pfarrer gegenüber anonym zu bleiben oder hinter einer blickdichten Milchglaswand an einem Tisch mit dem Geistlichen Platz zu nehmen, um Auge in Auge mit ihm über das zu sprechen, wofür Vergebung erbeten wird.

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Tisch und Kniebank sind aus dem Material des alten Beichtstuhls geschreinert", erklärt Rudolf Gerhard vom Verwaltungsrat der Gemeinde. Gerhard, der hauptberuflich als Architekt tätig ist, hat den Beiehtraum geplant. Die alten Holzteile, die aus dem 19. Jahrhundert stammen, wurden in einer Spezialwerkstatt in Fulda aufgearbeitet, sagt Gerhard: ?Alles in allem hat die Einrichtung des Beichtraums zwischen 5000 und 6000 Euro gekostet."

 

 Oberhessische Presse
vom 18.9.2004