25.04.2004
Rund 40 interessierte Bürger sowie Vertreter aus Politik und Vereinen trotzten dem regnerischen Wetter und folgten am Samstag, den 20.03.04 der Einladung des Ortsbeirates zum 3. Bauerbacher Frühlingsspaziergang. Vor Ort sollten sich vor allem die Bürger ein Bild über die aktuelle Lage in 2004 machen können.

Zu den positiven Ergebnissen der Bemühungen Bauerbachs zählt die Anbindung des Ortes an die Stadt. Es wurde ein kontinuierlicher Busbetrieb realisiert, dessen ?Auslastung ein Jahr nach Inbetriebnahme durchaus zufrieden stellend sei? , wie Norbert Schüren als Vertreter der Stadtwerke anmerkte. Ziel sei nun eine Entflechtung der Stadt ? und Ortslinien, ließ Schüren weiterhin verlauten.

Auf ein weiteres positives Ergebnis konnte der Ortsvorsteher Walter Matt in der Bauerbacher Strasse/Ecke Hopfengarten verweisen, wo ein Schild mit Tempo 30 im Rahmen der Verkehrsberuhigung errichtet worden war
Der Ortsvorsteher verwies auf die Notwendigkeit, Maßnahmen zu schaffen, die zu einer Verlangsamung im oberen Bereich der Bauerbacher Strasse, dem Ortseingang, führen. Aufgrund der Nähe von Wohngebiet und Schulweg sei ein Hinweis auf Temporeduzierung ungemein wichtig . Als präventive Maßnahme soll an dieser Stelle eine farbige Markierung erfolgen. Für weitere Maßnahmen stehe momentan leider kein Geld zur Verfügung. Ein Gehsteig auf der linken Seite sei mit 35.000 ? veranschlagt und somit noch Zukunftsmusik.

Die durchgeführte Schließung des Durchfahrtsweges Joicht verursacht nach wie vor kontroverse Diskussionen. Noch viel zu oft werde dieser Weg als schnelle Verbindung zu Großseelheim von Autofahrern genutzt, erläuterte der hiesige Jagdpächter Jesberg. Er wies darauf hin, dass der stark gefährdete Wildbestand gerade den Großseelheimer Wald als Rückzugsgebiet nutzt.
In unmittelbarere Nähe der Joicht soll vor der Kläranlage ein Pufferbecken errichtet werden, das sowohl dem Hochwasserschutz Großseelheimer Nachbarn als auch der Renaturierung dient. Die Bezuschussung solcher Maßnahmen informierte der Ortsvorsteher, liege bei 70 Prozent.
Für die Themen Geld für Feldwege, sicherer Schulweg sowie Umbau ländlicher Gebäude sei vorerst keine Lösung in Sicht, ließ Ortsvorsteher Matt anklingen. ?Bedingt durch die schlechte finanzielle Situation gelte es den Bürgersinn der Bauerbacher zu aktivieren und etwas für die Belange des Dorfes zu tun?. Dieses sei schon verschiedentlich in bezug auf die städtischen Grünflächen im Ort, die nicht mehr von der Stadt gepflegt werden können, durch Anwohner geschehen?, erläuterte Herr Matt weiter.

Wichtig sei es sowohl die Natur zu erhalten, als auch das historische Erbe Bauerbachs zu bewahren, hob der Ortsvortsher im Laufe des weiteren Spaziergangs hervor.
Priorität habe z, Zt . nicht die Erschließung neuer Baugebiete, sondern die Erhaltung der vorhandenen alten Bausubstanz sowie die Schließung von Baulücken im Ortskern.

An letzter Stelle der Themenreihe stand die Verschönerung des Langgasthofes zur Diskussion. Matt hob die Wichtigkeit eines Ortes hervor, an dem die Bürger des Ortes, und bspw. Wanderer aus andern Orten zusammenkommen und die Geselligkeit pflegen können, hervor. Auch hier sei bezüglich der Verschönerung Eigeninitiative der Bürger gefragt.
Die sich an diesen Themenkreis anschließende Diskussion setzt sich unter den Teilnehmern des 3. Frühlingsspaziergangs bei einem Brunch im Landgasthof fort, wo sie es sich schmecken ließen.



